Anlässlich der Plenardebatte zum Thema „Altersarmut von Frauen wirksam bekämpfen“ erklärte die seniorenpolitische Sprecherin der hessischen CDU-Landtagsfraktion, Irmgard Klaff-Isselmann:

„Die Chancengleichheit für Frauen und die Verbesserung ihrer Erwerbsbedingungen stellt ein zentrales Ziel der Hessischen Landesregierung dar. Frauen, die die gleiche Möglichkeit wie Männer erhalten, selbstständig für ihren Lebensunterhalt zu sorgen und sich im Verlauf der verschiedenen Lebensphasen eine eigene soziale Sicherung aufzubauen, reduzieren wirksam ihr Armutsrisiko im Alter. Hierzu unterstützt das Land auf vielfältige Weise. Dazu zählt der fortgesetzte Ausbau der bedarfsgerechten Versorgung mit verlässlichen Angeboten der Kinderbetreuung von der Krippe, der U3-Betreuung bis hin zu dem Angebot an Ganztagsschulen und dem entgegen der Behauptung der Linken überaus erfolgreichen Pakt für den Nachmittag. Familien werden auf diese Weise entlastet und eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglicht. Außerdem kann dadurch auch aktiv zur Deckung des Fachkräftebedarfs in Hessen und damit zur Sicherung des sozialen und wirtschaftlichen Wohlstands in unserem Land beigetragen werden.

Darüber hinaus fördern Land und Bund Maßnahmen zur besseren Integration in den Arbeitsmarkt – vor allem von Frauen nach einer Familienphase, Menschen mit Migrationshintergrund und von älteren Erwerbstätigen. „Equal Pay“, also das Prinzip der gleichen Bezahlung von Frauen und Männern wird - soweit die Hessische Landesregierung Tarifpartner ist - bereits umgesetzt, etwa im TV-H. Ferner stärkt das Hessische Gleichberechtigungsgesetz Frauen in der öffentlichen Verwaltung und leistet einen wichtigen Beitrag zur konsequenten Frauenförderung in Hessen.

Mit dem Netzwerk Wiedereinstieg (NeW) wird der berufliche Wiedereinstieg von Frauen in den Arbeitsmarkt gefördert. Das Netzwerk begleitet und unterstützt Wiedereinsteigerinnen mit Beratungs-, Qualifizierungs- und Vermittlungsangeboten. Darüber hinaus stellt die Arbeitsgemeinschaft Trialog auf dem Weg zu mehr Lohngerechtigkeit in Hessen ein wichtiges Instrument dar, die sich mit der Qualifikation von Frauen, Fragen der Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder dem Wiedereinstieg nach Berufspausen befasst. Die hessische Initiative „Beruf und Pflege vereinbaren“ trägt ferner zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege, insbesondere in kleinen und mittleren Unternehmen, bei. So werden pflegende Mitarbeiter durch gezielte Angebote zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege unterstützt. Tragfähige Pflegearrangements führen neben einer spürbaren Entlastung auch zu einer höheren Mitarbeiterzufriedenheit und engeren Bindung an das Unternehmen – und davon profitiert letztlich auch der Arbeitgeber.

Des Weiteren wurde für Langzeitarbeitslose das neu initiierte Förderangebot "Kompetenzen entwickeln - Perspektiven ermöglichen" realisiert. Mit sozialen Hilfen für die Kommunen werden ferner Angebote der Schuldnerberatung bedarfsgerecht finanziert. Die Schuldnerberatungen sind insbesondere für von Armut bedrohte und verschuldete Menschen ein wichtiges Angebot. Damit der Altersarmut schon im Vorfeld begegnet werden kann, unterstützt der Landtag die hessische Initiative einer Deutschland-Rente, die die dritte Säule der Altersvorsorge stärken kann.
Insgesamt lässt sich daher sagen, dass die Landesregierung vielfältige und wirksame Instrumente für die aktive Teilhabe am Arbeitsmarkt entwickelt hat und viele Maßnahmen für die Bekämpfung von Armut fördert.“

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